Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erziehung leben

Wie viel Begleitung brauchen Kinder?

Jedes Kind ist auf seine eigene Art speziell und einzigartig. Ein Individuum eben. Das Tempo ist individuell, die Vorlieben sind individuell und auch der Prozess des Wachsens ist einzigartig. Wie viel Begleitung Kinder dabei brauchen? Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass es darauf keine pauschale Antwort gibt und Eltern ihr Kind dazu erst lesen lernen müssen. Über das Miteinander und das Reichen von Händen. Was das Leben schön und besonders macht? Menschen, die signalisieren, dass ihre Hand immer gestreckt neben einem läuft. Im kleinsten Moment kann man sie greifen, sich in ihren Schutz begeben und sofort ist man nicht mehr alleine. Der Entwicklungsprozess von Kindern sollte genauso ablaufen. Stück für Stück reichen wir Eltern Hände, signalisieren, dass wir da sind und jederzeit eingreifen. Und nach und nach ziehen wir unsere Hände immer wieder weg, lassen sie aber ausgestreckt. WEITERLESEN

Gedanken zum Schulstart: „Ich geh da nicht mehr hin…!“

Tag 4. Das Kind sitzt brüllend im Flur, die Tränen laufen und auch meine kann ich nicht mehr lange zurück halten. „Ich geh da nicht mehr hin. Ich will das nicht. Es ist langweilig und ich kann wieso gar nichts.“ Schlagartig fühle ich mich wieder, wie im letzten Sommer. Wütend, überfordert und ohne Antworten auf all die Fragen. Ist das gerade ein Rückschritt? Wie lange bleibe ich ruhig, ohne einzuschreiten? Wie sehr kann das Vertrauen in mein großes Mädchen reichen? Gedanken zum Schulstart nach wenigen Tagen.   WEITERLESEN

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In welcher Phase steckt mein Kind? Über Autonomiephasen und Trotzphasen

Kaum hat das Kind seinen zweiten Geburtstag gefeiert, hört man oft, dass nun die gefürchtete Trotzphase anfängt, im englischen gern als „Terrible two“ bezeichnet. Ist das wirklich so? Mir persönlich gefällt das Wort „Trotzphase“ nicht, denn kein Kind ist nur bockig. Sie werden mutiger, lernen die Welt zu entdecken und dazu gehört es auch, sich abzugrenzen. „Autonomiephase“ beschreibt diese Zeit viel besser. Meine Erfahrungen und Gedanken zu Zweijährigen gehen aber noch viel weiter. WEITERLESEN

Wenn Eltern aus Fehlern lernen.

„Du bist gerade so richtig doof, Mama. Und wenn du so schreist, dann habe ich Angst.“ Puh, das sitzt. Neben mir kniet ein aufgeregtes Kind, Mama hat nämlich mal wieder etwas verboten. Hier darf man nicht unendlich mit dem iPad rumspielen, keinen Sand in der Wohnung verteilen, man muss sein Zimmer aufräumen und manchmal platzt Mama dann eben die Hutschnur und es wird lauter. Warum es wichtig ist, dass Eltern Fehler machen. Kein Mensch ist ohne Fehler, auch Mütter nicht. WEITERLESEN

Das Kind als System? Das System Kind

Das Kinder feste Vorstellungen von Dingen haben, ahnte ich schon vor meinen Kindern. Wenn sie eine Banane essen wollen, muss vorher klar sein, ob die Banane als Stück oder in Stückchen serviert werden darf. Belegte Brote dürfen nicht ungefragt zur Klappstulle werden und wenn das Kind abends nur mit dem einen bestimmtenAuto zum „Kuscheln“ ins Bett geht, dann darf man davon auch nicht abweichen. Die Vorstellungen, die Kinder prägen, entsprechen einem System. Dem System Kind. WEITERLESEN

sen.sibel | Hochsensibilität: Segen oder Fluch?

Wenn ich jemandem von meiner Hochsensibilität erzähle, gibt es in der Regel drei Arten von Reaktionen. Die erste ist Ignoranz, weil viele mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen können. Sie denken, ich spreche von sehr empfindlich oder wenig belastbar sein und gehen einfach darüber hinweg.Die zweite Reaktion ist Unverständnis. Hochsensibilität ist trotz wachsender Aufmerksamkeit eben immer noch eine verschwommene Randerscheinung. Wie oft habe ich schon gehört, dass man sich (oder die Kinder) abhärten muss; dass man doch mal lernen müsse, mit diesem oder jenem umzugehen. Oder dass man sich einfach nur anstellt, übertreibt, hysterisch ist. WEITERLESEN

JA! Ich trage einen Fahrradhelm. Vernunft siegt über Eitelkeit.

Wenn Vernunft über Eitelkeit siegt, tja, dann bist Du vermutlich Mama geworden. Nicht genug damit, dass ich inzwischen vorwiegend spielplatztauglich auf flachen Sohlen und in „Nicht so schlimm, wenn es dreckig wird“-Klamotten unterwegs bin, nein, nun habe ich auch das letzte Fünkchen Fashion-Würde abgegeben: Ich trage seit einiger Zeit Fahrradhelm. Aber wisst ihr was? Das fühlt sich richtig an. So richtig, dass ich es Euch auch ans Herz legen möchte.   WEITERLESEN

„Groß werden, ist oberdoof!“ Das letzte halbe Jahr vor der Schule.

Während ich aus der Dusche steige, sitzt das Kalinchen im Bad und guckt nachdenklich. „Mäuschen, was ist denn los? Du sollst doch nur deine Zähne putzen.“ Die Tränen kullern und mein kleines großes Kind ist wie verwandelt. „Ich will nicht groß werden. Das ist einfach nur total blöd und oberdoof.“ Kurz bin ich ein wenig überfordert, es ist 7:03 Uhr, ich hatte noch keinen Kaffee, habe wenig geschlafen und bin für Welt-Verbesserungs-Gespräch noch nicht wirklich fit. Aber dann schaltet sich der Kopf ein: in wenigen Wochen beginnt die Schule und aufeinmal will mein Kind wieder klein sein. Über das letzte halbe Jahr vor der Schule und die Angst, Fehler zu machen.     WEITERLESEN

Bedürfnisorientiertes Leben

Bedürfnisorientiertes Zusammenleben mit Kindern.

Auf den ersten Blick haben Eltern grundsätzlich nur eine Gemeinsamkeit: Sie haben mindestens ein Kind. Wie sie mit diesem umgehen, wie sie als Menschen ticken und welche Werte sie leben, kann so unterschiedlich sein wie Tag und Nacht. Manche Mütter haben einen ähnlichen Umgang mit ihren Kindern, und sei es nur das Grundsätzliche. Ich zum Beispiel habe vorwiegend Menschen um mich, die eine ähnliche Grundeinstellung zu ihren Kindern haben. Ich lerne von ihnen, sie von mir. „Was würde Bella jetzt machen?“ „Wie würde Andrea reagieren?“ „Was bin ich froh, dass Suse die Situation auch kennt.“ Doch auf den ersten Blick weißt man nie, wie andere Mütter ticken. Wie auch?   WEITERLESEN

Kinder und ihr eigenes Tempo.

„Das darfst du aber noch gar nicht können. Du bist doch erst 5!“ Die Aussage sitzt und neben mir wird mein Töchterchen immer kleiner. In mir kochen die Gefühle. Warum dürfen Kinder nicht ihr eigenes Tempo haben? Warum dürfen Entwicklungsschritte nicht schneller oder langsam gemacht werden? Wie ich bedürfnisorientiertes Aufwachsen verstehe. Die Raufussche Methode! WEITERLESEN