Autor: Halima

Du störst ein bißchen, Mama: Auszug aus dem Elternbett

Ich höre Schritte. Sofort sitze ich kerzengerade im Bett. Da geht das Licht im Flur an. Jemand schleicht sich die Treppe hinunter. Wie der Blitz springe ich aus dem Bett und husche in den Flur. Mist, zu spät! Ich sehe gerade noch, wie die Tür zum Badezimmer geschlossen wird. Leise klopfe ich an die Tür: „Maxi, bist Du das?“ „Ja, Mama.“ „Alles gut?“ „Jahaa. Aber ich will noch weiterschlafen.“ Das ist gut! Das ist sehr gut! So eine gute Chance hatte ich lange nicht mehr. „Dann komm doch zu uns ins Bett“, säusele ich und lausche gespannt auf die Antwort. WEITERLESEN

Er war´s

„Mama, Mama“, kommt ihr Jungs angelaufen, die Wangen gerötet, die Stimmen überschlagen sich fast vor Aufregung, „dürfen wir im Wohnzimmer zu Abend essen? Wir haben eine gaaanz tolle Höhle gebaut!“ „Okay, aber passt auf, dass…“ versuche ich noch, Euch hinterherzurufen, aber ihr habt schon keine Zeit mehr, mir zuzuhören, ihr seid schon unterwegs und mit Vorbereitungen zum Höhlenessen beschäftigt. Eine echt beeindruckende Höhle habt ihr da gebaut mit meinen weißen Decken und Kissen. Manchmal ist Ruhe eben doch kein Grund zur Sorge, manchmal spielt ihr ja echt richtig schön miteinander. WEITERLESEN

3-2-1-aus: Wie der Papa beim Vorlesen selber einschläft

Jeder von uns kennt das: es gibt Elemente, die jeweils isoliert betrachtet harmlos, friedlich und neutral sind. In der Kombination allerdings lösen sie etwas ganz unerwartetes drittes aus. So verhält es sich mit Kaliumpermanganat und Sanitärreiniger. Das eine ist blau, das andere macht sauber. Vermischt man beides allerdings in einem Topf, entsteht etwas Neues, Unerwartetes und Furchterregendes nämlich eine Stichflamme. Anderes Beispiel: ein harmloses Kinderbuch, zwei müde und überdrehte Jungs und ein Vater der beides in einem Kinderzimmer nach 19:00 Uhr zusammen fügt…. Weiterlesen

Zeit für Dich- oder: Warum Mutterliebe nicht in Minuten abgerechnet wird

Was arbeitest Du eigentlich?“, fragt mich die Mutter vor der Schule, während wir auf die Kinder warten. „Du arbeitest viel, oder? Jeden Tag? Du kommst hier immer so chic an!“ Ich antworte ihr, dass ich ja nur Teilzeit arbeite. Nicht viel also. Da kommt Maxi angerannt, ich verabschiede mich und wir fahren davon. Zu Hause spiele ich mit beiden Kindern eine Runde „das verrückte Labyrinth“, dann habe ich noch eine kurze Telefonkonferenz und das AuPair spielt weiter mit den Kindern. Als ich nach der Telefonkonferenz ins Wohnzimmer zurück komme und die Kinder mit dem AuPair spielen sehe, hallen die Worte dieser Mutter in mir nach: „Du arbeitest viel, oder?“ Weiterlesen

Seit Du da bist

Am Abend nach dem großen Kindergeburtstag saßen der Mann und ich auf unserem neuen Sofa und staunten. Darüber, dass das Sofa unversehrt geblieben war, darüber dass es nach so einem Tag zur Not auch der Rotwein von der Tankstelle tut und am meisten darüber, dass wir wissen, wie man einen Geburtstag für Fünfjährige feiert. Vor fünf Jahren wussten wir noch nicht einmal, wie man ein Baby versorgt. Ein Fünfjähriger war damals ein unvorstellbar weit entferntes Universum für mich. Heute bin ich Expertin für Fünfjährige (naja, jedenfalls für diesen einen Fünfjährigen)! WEITERLESEN