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Reisen zwischen Nachhaltigkeit und Nörgelei

Tue etwas Gutes und werde… kritisiert! (Foto: www.bravebird.de)

„Weil man selbst nicht in die Gänge kommt, wird derjenige, der sich einsetzt, lächerlich und mies gemacht.“, zitiert Ute vom Reiseblog Bravebird den Schauspieler und Tierschutzaktivist Hannes Jaenicke. Bei Ute bin ich schon länger so etwas, wie eine stille Mitleserin, doch bei diesem Artikel von ihr musste ich sie einfach fragen, ob ich den hier auf Edition Eltern teilen darf.

Ist euch aufgefallen – und zwar nicht nur beim Thema Reisen – dass die, die sich für etwas Gutes engagieren, besonders viel Kritik einstecken müssen?

Ute hat geschildert, welchen Kommentaren und Kritiken sie ausgesetzt ist, seit sie über Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, bewusstes Reisen und Leben schreibt und ihre Leser ein Stück ihrem persönlichen Weg dahin mitnimmt.

„Für viele Leser habe ich durch meinen Weg der bewussteren Lebensform den ultimativen Heiligenschein aufgesetzt bekommen. Während meiner gesamten Weltreise beispielsweise mit zahlreichen Langstrecken-Flügen gab es kein einziges Mal Kritik in Bezug auf die Umweltbelastung.

Nein, die Kritik kommt jetzt, wo ich mich als eine der wenigen, bekannteren Reiseblogger dafür stark mache, weniger zu fliegen, mehr auf Umwelt und Tiere zu achten und sich einfach bewusster zu verhalten. Es ist ein extrem unbeliebtes Thema, aber ich mache es trotzdem.“

Tue Gutes, aber schreibe am besten nicht darüber…?

Eigentlich, so stellt Ute fest, könnte man als Bloggerin viel leichter durchs Leben gehen. Ich denke, jede*r von uns kennt mindestens eine Bloggerin oder einen Blogger, die sich ebenso unter Beobachtung strenger Kritiker bewegt, seit es Themen wie ökologische Kleidung, Müllvermeidung, gesundes, vegetarisches oder veganes Essen auf dem Blog gibt.

„Das Phänomen des Bashings kann man auch an unzähligen anderen Stellen beobachten: Tierschutz-Organisationen, Schauspieler, Autoren – alle, die sich für etwas Positives und Gutes einsetzen, stehen unter besonderer Beobachtung.

Die aber, denen ohnehin alles egal ist und eben dem gewöhnlichen Leben der Masse entsprechen, werden geliebt und gefeiert. Sie können auch alles kommerzialisieren, denn hier ist ja schließlich alles stimmig.“

Den vollständigen Artikel findet ihr hier auf www.bravebird.de 

Nachhaltig leben mit Kindern

In Bezug auf das nachhaltige Reisen mit Kindern stellt übrigens Nadine vom Reiseblog Planet Hibbel ganz Ähnliches fest.

„…scheinbar wird es mir als Reisebloggerin abgesprochen, dass ich mich für das Thema Umweltschutz einsetze. Mir ist völlig bewusst, dass jeder Flug und jede Autofahrt scheiße für die CO2-Bilanz unseres Planeten ist. Und verdammt, wenn ich das Beamen erfinden könnte, würde ich es sofort tun. Aber keiner schimpft auf die zigtausend Geschäftsleute, die täglich nur für ein Date um die halbe Welt fliegen.“

Sind euch solche Dauernörgler auch schon aufgefallen? Habt ihr selbst schon mal massive Kritik einstecken müssen? Wie seht ihr Themen wie Nachhaltigkeit und bewusstes Leben auf Elternblogs? 

Ich freue mich auf eure Kommentare.

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